„Erzähl mir alles“ von Elizabeth Strout, (Ü: Sabine Roth), erschienen bei Luchterhand (unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar)
„Erzähl mir alles“ von Elizabeth Strout führt erneut nach Crosby in Maine und bringt mit Lucy Barton, Bob Burgess und Olive Kitteridge vertraute Figuren zurück. Gerade wenn man bereits mehrere Bücher der Autorin kennt, hat dieses Wiedersehen definitiv seinen Reiz.

Bob ist pensionierter Anwalt und lebt mit seiner Frau Margaret seit einigen Jahren in dem kleinen Ort. Seine Geschichte hat mich sehr berührt. Sein ganzes Leben wird von der Schuld am Tod seines Vaters überschattet.
Zwischen Bobs Kapiteln stehen immer wieder die Gespräche zwischen Lucy und Olive in der Seniorenresidenz. Die beiden erzählen sich Geschichten über Menschen, die ihnen im Laufe ihres Lebens begegnet sind.
Strout schafft es nach wie vor, Figuren menschlich und echt wirken zu lassen, man muss nur bereit sein, sich auf eine Geschichte ohne spektakulären Plot einzulassen. Dann bekommt man ein Buch über Beziehungen, Einsamkeit, das Älterwerden, verpasste Chancen und Liebe.
Mir hat „Erzähl mir alles“ erneut ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin besitzt die besondere Fähigkeit, den Blick auf das scheinbar Unbedeutende zu richten und gerade daraus etwas Großes entstehen zu lassen.
Eine ganz klare Leseempfehlung für alle, die warmherzige, kluge Romane voller Zwischentöne und Menschlichkeit schätzen. Ich vergebe 5/5 Sternen und eine Leseempfehlung.
Klappentext:
Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine – zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge.
Und erzählt von Liebe und Freundschaft.
Von dem, was unausgesprochen bleibt im Leben.
