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„Eine Dame mit Geheimnissen – Das Lilienpalais“ von Hannah Conrad, erschienen bei Heyne

Im vierten und somit finalen Band der Lilienpalais-Reihe sollen wir nun endlich erfahren, welches Geheimnis Nanette, die als Gouvernante im Hause „von Seybach“ tätig ist, umgibt. Den männlichen Part der Geschichte übernimmt der Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl, der Nanette das Leben schwer, aber auch prickelnd macht.

Ich habe mich riesig auf diesen Teil der Reihe gefreut und hatte dementsprechend auch hohe Erwartungen. Leider konnten sie nicht ganz erfüllt werden.

Klappentext:

Wie Feuer und Eis – Eine Liebe voller Leidenschaft und Geheimnisse

München, 1827. Seit sieben Jahren arbeitet Nanette als Gouvernante bei den von Seybachs, seit sieben Jahren hütet sie ein düsteres Geheimnis. Als nach und nach ihre Schützlinge Johanna, Maximilian und Isabella – dank ihrer Hilfe – Glück und Liebe finden, sucht Nanette einen neuen Sinn in ihrem Leben. Heimlich beteiligt sie sich an der Veröffentlichung pikanter Fortsetzungsromane des Autors Anonymus, die für viel Empörung bei der biederen Münchner Gesellschaft sorgen und zugleich von einer wachsenden Leserschaft verschlungen werden. Nur der Zeitungsverleger Ferdinand von Rückl macht ihr das Leben schwer. Ständig fordert er sie heraus, die Diskussionen mit ihm sind hitzig. Gleichzeitig übt das Feuer, das Nanette in ihm lodern sieht, eine enorme Anziehungskraft auf sie aus. Ein prickelndes Spiel beginnt …

Mein Leseeindruck:

Während des Lesens haben sich viele offene Fragen rund um Nanette geklärt. Dabei springt das Buch durch die Handlung der vorherigen drei Bände. Die Zeitsprünge und auch verschiedenen Handlungen haben mich teilweise verwirrt und auch für eine gewisse Hektik gesorgt. Das ist sehr schade, denn der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig.

Man sollte berücksichtigen, dass man das Buch besser erst lesen sollte, wenn man die vorherigen Teile der Reihe gelesen hat – für das Verständnis der drei ersten Bände ist das nicht notwendig, wenn auch zur Vermeidung von Spoilern ebenso angeraten.

Die Handlung wird aus vier Perspektiven erzählt und so ist bei mir nicht so ganz der Funke zur Hauptperson der Geschichte (Nanette) übergesprungen, ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen.

Trotz allem habe ich das Buch gerne gelesen, es ist nur nicht der gewünschte krönende Abschluss geworden.

Wer die Reihe bereits kennt, sollte sich diesen Teil nicht entgehen lassen! Ich vergebe 3,5/5 Sternen und freue mich auf weitere Bücher des Autorinnen-Quartetts. 

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an das Team vom Bloggerportal.