Allgemein / Rezension / Roman

Sarah Steele „Das Wunder jenes Sommers“, übersetzt von Gabriele Zigldrum, erschienen im Goldmann Verlag

Es gibt kein Schnittmuster für das Glück. Aber ein perfektes Kleid kann glücklich machen…“

Worum es geht: Nach einem Schicksalsschlag und dem Tod ihrer geliebten Großmutter findet Florence noch nicht einmal mehr am Nähen Freude, dabei ist sie eine versierte Schneiderin.

Doch als sie im Haus ihrer Großmutter auf eine geheimnisvolle Kiste mit Schnittmustern und Fotos aus den 1960ern stößt, ist ihre Neugier geweckt. Sie setzt sich an die Nähmaschine und schneidert sich die hübschen Kleider nach den alten Anleitungen. Dann begibt sich auf Spurensuche, die sie quer durch Europa führt und ein lange gehütetes Geheimnis lüftet.

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war mir als leidenschaftliche Hobbynäherin klar: Ich brauche dieses Buch! Die Idee, dass sich die Protagonistin Florence alias Flo die Garderobe aus längst vergangenen Zeiten nachschneidert und darin den Hinweisen aus dem mysteriösen Fund nachgeht, fand ich einfach ganz zauberhaft. ⁽ᵘⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ/ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ⁾

Der Roman spielt in zwei Zeitebenen. In der Gegenwart begleiten wir Florence und in der Vergangenheit Nancy. Nach und nach deckt sich auf, wie die zwei Frauen miteinander verbunden sind. Dabei reisen wir von Brighton über London nach Paris, weiter an die Cote d’Azur mit einem Zwischenstopp in Venedig, bevor wir wieder in Brighton landen. 

Die Geschichte ist eher ruhig und trotzdem spannend und emotional. Die Autorin verleiht dem Buch mit ihrem Schreibstil unheimlich viel Wärme und für mich ist es ein echter „cozy“-Sommerroman! Zum Ende wird es richtig spannend und obwohl ich einige Dinge vorausgesehen habe, wurde ich dennoch von dem Ausgang der Geschichte überrascht. 

Dieser „cozy“-Debütroman von Sarah Steele ist eine Geschichte fürs Herz. Am Ende lässt er einen mit einer Genugtuung zurück, die man auch empfindet, wenn man aus einem Stück Stoff, ein bisschen Garn, Schweiß und Herzblut ein fertiges Kleidungsstück zaubert. Ich hoffe sehr, in Zukunft noch mehr von Sarah Steele zu lesen!

Vielen Dank an den Goldmann-Verlag und an das Bloggerportal für das Leseexemplar!

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