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„Dark Sigils – Was die Magie verlangt“ von Anna Benning, erschienen bei FISCHER KJB

„Was die Magie verlangt“ ist der Auftakt der „Dark-Sigils“-Trilogie und das erste Buch von Anna Benning, das ich gelesen habe (unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar).

Zum Inhalt: 

Vor 15 Jahren tauchte die Magie auf der Welt auf. Sie ist eine blau schimmernde Flüssigkeit, sie ist dunkel und verführerisch und wertvoller als Gold. Menschen töten, um sie zu besitzen. Die Magie ist Raynes einzige Chance, um in den Armenvierteln Londons zu überleben. Als die Magie außer Kontrolle gerät, kann ihr nur ein einziger Junge helfen. Er ist der Herrscher über die mächtigsten Magieartefakte der Welt, den Dark Sigils. Rayne hat die Wahl zwischen dem Tod oder sie gibt ihre Freiheit auf und bindet ihr Leben für immer an die Dark Sigils.

Meine Meinung:

Das in Blautönen gehaltene Cover mit dem Gesicht der Protagonistin und den zahlreichen goldenen Linien darauf hat mich fast magisch angezogen. Erst hinterher habe ich verstanden, was es mit dem umgedrehten Big Ben und dem Siebeneck auf dem Buch auf sich hat. Es passt definitiv perfekt!

Die fantastische Geschichte war für ein Jugendbuch sehr komplex. Die Lesenden sollten dennoch keine Probleme haben, alles zu verstehen, denn die komplette urbane Fantasywelt wird Stück für Stück erklärt und der Einstieg fällt leicht. 

Das Buch spielt im London der Zukunft in Jahr 2042. Die Magie spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte. Die Gier und die Sucht nach der Magie hat die ganze Welt verändert, und das nicht unbedingt zum Guten. Außerdem gibt es eine magische Parallelwelt, die für die Menschen zwar sichtbar ist, aber nicht zu erreichen. Mehr wird hier an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: Die Idee fand ich wirklich grandios und den ganzen Weltenaufbau einzigartig.

Die Story wird aus der Sicht der Protagonistin Rayne in der ersten Person erzählt. Sie wird in den Armenvierteln in einem Waisenhaus groß. Ihre Zimmergenossin Lily und sie gehen zusammen durch dick und dünn und sind unzertrennlich. Rayne ist nicht nur total tough sie ist auch mutig und leicht reizbar. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe das eine oder andere Mal mit ihr mitgelacht und auch -gelitten. Ihre verbalen Ausbrüche gegen einen gewissen Mirrorlord habe ich richtig genossen.

Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen und wurden gut beschrieben. Allen voran habe ich Adam und seine Entwicklung fasziniert verfolgt. Von der zickigen Celine, über den Kumpeltyp Matt, bis hin zur abgeklärten Agrona mit kleinem Laster und dem selbstverliebten Sebastian sind schillernde Persönlichkeiten dabei.

Teils temporeich, teils ruhig und verständlich empfand ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm und fesselnd. Eigentlich passiert immer etwas und nach einigen für mir nicht vorhersehbaren Twists blieb mir kaum Zeit, um Luft zu holen – ich habe ich das Buch regelrecht inhaliert. Das ist für mich ein Zeichen, dass diese Reihe ein echtes Highlight für mich werden könnte. Der Auftakt der Reihe war schon sehr vielversprechend und ich bin voller Lob und kann nicht anders, als die volle Punktzahl zu vergeben!

Fazit: Genialer Auftakt! Absolut fesselnd, abenteuerlich und für „Fantasy-Möger“ ein Muss!

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