Allgemein / Krimi und Thriller / Rezension

„Dunkelschnee“ von Samuel Björk, aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs, erschienen bei Goldmann 

Darum geht’s: Vor acht Jahren wurden auf einem Feld zwei tote Jungen gefunden, zwischen ihnen lag ein erlegter weißer Hase. Kommissar Holger Munch leitet die Ermittlungen, als in Oslo erneut zwei tote Jungen auf einem Feld gefunden werden. Zwischen ihnen liegt ein toter Fuchs. Polizeischülerin Mia Krüger wird mit ins Team geholt. Dann verschwinden zwei weitere Jungen…

„Dunkelschnee“ ist der erste Fall der Ermittler Munch und Krüger und mein erstes Buch des Autors. In der Reihe sind bereits drei weitere Fälle erschienen. 

Mich haben das Cover und der Klappentext neugierig gemacht und ich habe mich sehr gefreut, den Thriller als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen zu haben. Vielen Dank an den Goldmann Verlag!

Der Einstieg in die Geschichte ist mir leicht gefallen und der Schreibstil ist angenehm, bildhaft, intelligent und flüssig zu lesen. 

Die Einheit von Munch besteht aus verschiedensten Typen und Charakteren, das macht es spannend. Sie werden alle ausführlich beschrieben. Leider war es für meinen Geschmack schon zu viel des Guten: Es fühlte sich etwas so an, als würde der Autor den Faden zum eigentlichen Fall verlieren und Spannung fällt etwas ab.

Das ist leider sehr, sehr schade. Das eigentliche Verbrechen ist gut konstruiert und ich habe die Auflösung nicht kommen sehen.

Im Laufe der Geschichte werden dann plötzlich Kapitel über ein geheimnisvolles Mädchen und ihren Großvater eingeschoben. Das hat mich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Beim Lesen dachte ich immerzu: Was um Himmels Willen hat das denn jetzt mit dem Fall zu tun? 

Zum Schluss läuft alles zusammen und alles klärt sich auf. Das hat mir wiederum gut gefallen. 

Überrascht hat mich, dass das Buch für einen skandinavischen Thriller gar nicht so dunkel war. Ich fand das eigentlich ganz gut. Es gab auch schon Thriller mit Kindern, die ich nicht weiterlesen konnte.

So ganz ist der Funke hier für mich leider nicht übergesprungen. Trotzdem würde ich den nächsten Fall von Holger Munch und Mia Krüger sofort lesen. Ich mag es, überrascht zu werden und bis zum Schluss im Dunkeln zu tappen, wer der Täter ist.

Fazit: Leider teils verwirrender und abschweifender Thriller, der intelligent konstruiert ist und die eine oder andere Überraschung bereit hält. Ich vergebe solide 4/5 Sternen.

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