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„Verführung und Verrat – Die Somerset-Saga (2)“ von Emma Hunter, erschienen beim Penguin Verlag

Nach dem tollen ersten Teil der Somerset-Saga war ich mächtig gespannt auf die Fortsetzung. Eins kann ich vorweg festhalten: Emma Hunter hat hier noch eine Schippe draufgelegt!

(unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar)

Inhalt:

Die junge Witwe Rebecca Seagrave hat einen ehrgeizigen Plan: Sie will in die Politik gehen, um ihre Welt ein Stück besser zu machen. Das ist als Frau im England des 18. Jahrhunderts natürlich nicht leicht. Besonders nicht, weil ein gewisser Duke of Somerville zu ihrem Gegner wird und sie ihm auf den eleganten Bällen und Dinnerpartys der High Society auch noch ständig über den Weg läuft. Dabei fliegen die Fetzen – und doch fängt Rebeccas Herz bald an, gefährlich für den attraktiven Duke zu schlagen. Zu allem Überfluss macht er ihr auch noch ein unmoralisches Angebot: Er verspricht, ihre politische Karriere zu unterstützen, wenn sie eine Nacht mit ihm verbringt. Das kommt für Rebecca natürlich nicht in Frage, obwohl sie sich immer stärker zu ihm hingezogen fühlt… Noch mehr verbotene Liebe, Sehnsucht und Intrigen – die atemlos-prickelnde Reihe vor englischer Adelskulisse geht weiter!

Mein Leseeindruck:

Die Geschichte spielt wieder in der Regency-Zeit und handelt von wichtigen Themen wie Feminismus, Selbstliebe und dem (noch nicht vorhandenen) Wahlrecht der Frauen. 

Darin eingeflochten ist eine herrliche Enemies-to-Lovers-Geschichte. Leider ist mir die Thematik „Gegensätze ziehen sich aus“ zu stark ins Gewicht gefallen. Ich bin zwar expliziten Schilderungen gegenüber alles andere als abgeneigt, aber hätte keine so detaillierten Bettszenen in dieser Geschichte gebraucht. Das passte für mich nicht so ganz in das Gesamtbild, denn das ist nicht nur unheimlich gut durchdacht, sondern weist auch eine gewisse Tiefe auf, mit der ich gar nicht gerechnet hatte.

Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Rebecca und Henry erzählt und ich konnte mich gut in beide hineinversetzen.

Rebecca war schon im ersten Buch mein Liebling. Sie ist ein unglaublich starker und vielschichtiger Charakter. Nachdem sie im ersten Teil noch einem nicht ganz so seriösen Nebenerwerb nachging, will sie jetzt in die Politik und etwas für die Frauen in ihrem Land bewirken!

Der Plot ist trotz des vorhersehbaren Endes eher ungewöhnlich und hat mich positiv überrascht!

Den Sticker auf dem Cover „Bridgerton-Fans werden diese Reihe lieben“ kann ich voll unterschreiben. Allerdings möchte ich hervorheben, dass die Autorin hier etwas ganz Eigenes geschaffen hat!

Der brillante und angenehme Schreibstil von Emma Hunter hat dazu beigetragen, dass das Buch von mir das Prädikat „Lieblingsbuch“ bekommt.

Ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil, in dem Betty im Scheinwerferlicht steht.