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„Der Markisenmann“ von Jan Weiler, erschienen bei Heyne

⁽ᵘⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ, ᴿᵉᶻᵉⁿˢⁱᵒⁿˢᵉˣᵉᵐᵖˡᵃʳ⁾

Klappentext:

Was wissen wir schon über unsere Eltern? Meistens viel weniger, als wir denken. Und manchmal gar nichts. Die fünfzehnjährige Kim hat ihren Vater noch nie gesehen, als sie von ihrer Mutter über die Sommerferien zu ihm abgeschoben wird. Der fremde Mann erweist sich auf Anhieb nicht nur als ziemlich seltsam, sondern auch als der erfolgloseste Vertreter der Welt. Aber als sie ihm hilft, seine fürchterlichen Markisen im knallharten Haustürgeschäft zu verkaufen, verändert sich das Leben von Vater und Tochter für immer.

Meinung:

Dank @alex_k_this_is_me, die eine regelrechte Liebeserklärung in ihrer Rezension zu „Der Markisenmann“ geschrieben hat, habe ich das Buch auch gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an den Heyne Verlag und an das Bloggerportal für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Jan Weiler hat hier eine ungewöhnliche und sogleich großartige Vater-Tochter-Geschichte zu Papier gebracht, die ihresgleichen sucht!

Schon die ganze Buchgestaltung ist speziell und zeigt das 70-er Jahre Design der Markisen, die der „Markisenmann“ Ronald Papen aus Duisburg unermüdlich an seine Klientel im Ruhrgebiet verkauft.

Kim ist Ronald Papens fünfzehnjährige Tochter und sie erzählt in dem Buch davon, wie sie die Sommerferien bei ihrem leiblichen Vater verbringen muss, den sie gar nicht kennt. Jetzt müssen sie sechs Wochen miteinander auskommen. 

Mehr und mehr nähern sich die beiden an und am Ende wird noch das große Geheimnis um ihre Zeugung gelüftet.

Die Kumpel von Ronald „Pappe“ Papen haben das Buch wunderbar aufgelockert und besonders die Szenen am Meiderich-Beach am Rhein-Herne-Kanal, im Fußballstadion und auch beim Skat-Turnier sind mir gut in Erinnerung geblieben.

„Der Markisenmann“ ist eine Geschichte, die gespickt ist mit viel Witz und Lokalkolorit und anrührend von einer Familienzusammenführung der anderen Art erzählt. 

Ich habe das Buch sehr genossen und hätte gerne einmal Mäuschen bei einem der kreativen Verkaufsgespräche des Vater-Tochter-Duos gespielt. 

„Der Markisenmann“ ist ein Buch mit leisen Tönen und Tiefgang, das mich sehr bewegt hat. Unbedingt lesen!

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