Allgemein / Krimi und Thriller / Rezension

„Frau Faust“ von Antje Zimmermann erscheint am 28. Juli 2022 beim Piper Verlag

„Frau Faust“ ist das Romandebüt von Antje Zimmermann, die der einen oder anderen bereits aus ihrer Tätigkeit als Reiseexpertin für Funk und Fernsehen bekannt sein dürfte. Ich war sehr glücklich, das Buch vorab lesen zu dürfen. (Werbung/Rezensionsexemplar)

Darum geht’s: Als die Leiche der berühmte Bestsellerautorin Clarissa Moor im Seminarraum ihres Schreibkurses in Köln aufgefunden wird, übernimmt Kriminalkommissarin Katharina Sismann die Ermittlungen. Unter Kollegen gilt die ehemals berühmte Boxerin als unberechenbar. Was niemand weiß: Die Kommissarin kannte die Tote und hasste sie abgrundtief.

Schon auf den ersten Seiten wird klar: Katharina „Kata“ Sismann nimmt sich was sie will. Ich war direkt fasziniert von dieser knallharten Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sowohl privat, als auch beruflich eher unkonventionell unterwegs ist. Sie trägt die Story. Gerade die männlichen Charaktere fungieren hier eher als nettes Beiwerk, was Frauen ja leider sonst auch oft nur sind.

Durch Perspektivwechsel  schafft es die Autorin gekonnt, immer mehr Spannung aufzubauen, so dass das Buch nach und nach ein richtiger Pageturner wird. 

Der Schreibstil ist flüssig und so bildlich, dass ich mich bei der einen oder anderen Szene regelrecht schütteln musste. Immer wieder dachte ich, das würde ich gerne verfilmt sehen…

Wo die Reise nachher hingehen würde, damit habe ich nicht gerechnet! Chapeau, Frau Zimmermann, Sie haben mich überrascht (und ich liebe das als Leserin). 

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Kommissarin selbst irgendwie in den Fall verwickelt ist. 

Am Ende hätte ich mir noch einen Epilog gewünscht. Jetzt muss ich wohl auf die Fortsetzung warten, denn ich finde, dass die Geschichte von „Frau Faust“ noch weitererzählt werden sollte!

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